Population und Stichprobe

Den Ausgangspunkt der Stichprobenziehung bei PISA stellen alle Jugendlichen im Alter von 15 Jahren dar, die in der Schweiz eine ausbildende Institution auf Sekundarstufe I oder II ab dem neunten Schuljahr gemäss HarmoS besuchen. Diese Jugendlichen bilden die sogenannte Population, d. h. die Gruppe der 15-Jährigen, auf welche die Ergebnisse von PISA verallgemeinert werden können.

Aus der Population dürfen die einzelnen Länder bei Bedarf und nach Genehmigung durch die internationale Projektleitung bis zu fünf Prozent der Jugendlichen von den Erhebungen ausschliessen. In der Schweiz wurden Schülerinnen und Schüler ausgeschlossen, die (1) an Sonderschulen unterrichtet werden, (2) eine internationale Schule besuchen, (3) unter einer kognitiven oder funktionalen Beeinträchtigung leiden oder (4) weniger als ein Jahr in der Schulsprache unterrichtet wurden.

Die Stichprobenziehung für PISA erfolgt zweistufig: Auf der ersten Ebene werden Schulen gezogen, auf der zweiten Ebene Schülerinnen und Schüler. Auf beiden Ebenen werden zuerst Gruppen (Strata) gebildet, um sicherzustellen, dass die Vielfalt der Schulen und der Schülerinnen und Schüler abgebildet wird, bevor bei der Ziehung das Zufallsprinzip zur Anwendung kommt. Die Ergebnisse der PISA-Studien erlauben somit Rückschlüsse auf rund 77‘000 Schülerinnen und Schüler der gesamten Population.

Bis und mit PISA 2012 wurde neben der Schweizer Stichprobe von 15-Jährigen noch eine Stichprobe von Schülerinnen und Schülern der 11. Klasse HarmoS gezogen und verschiedene Kantone beteiligten sich mit kantonalen Oversamplings, die kantonale Vergleiche ermöglichten. Aufgrund des Ausbaus des nationalen Bildungsmonitorings durch die Überprüfung der Grundkompetenzen ab 2013, an der sich (fast) alle Kantone mit einer die Population adäquat abdeckenden Stichprobe beteiligen, wurde von der EDK-Plenarversammlung beschlossen, dass sich die Schweiz ab 2015 nur noch an der internationalen Komponente von PISA (15-jährige Schülerinnen und Schüler auf nationaler Ebene) beteiligt. Weiterhin können sich einzelne Kantone nach eigenem Ermessen mit kantonalen Stichproben beteiligen. Die meisten Kantone, die sich zwischen 2000 und 2012 alle drei Jahre an PISA mit kantonalen Stichproben beteiligten, verzichteten ab 2015 darauf, weiterhin kantonale Stichproben zu ziehen.

Seit PISA 2015 sind demnach neben der Schweiz vorwiegend noch die deutsch-, die französisch- und die italienischsprachige Region mit jeweils einer deren Population adäquat abdeckenden Stichprobe mit den Daten abbildbar und je nach Erhebungsjahr vereinzelte Kantone mit einem kantonalen Oversampling. Folglich lassen sich seit PISA 2015 nur die kantonalen Ergebnisse der Kantone mit Oversampling mit der Schweiz, den Schweizer Sprachregionen oder anderen Ländern vergleichen.

Informationen zur Schweizer Stichprobe und zu kantonalen Oversamplings nach Erhebung

Schweizer Stichprobe bei PISA 2025 (Erzinger et al,. 2026):

7’597 15-jährige Schülerinnen und Schüler

265 Schulen

Bei PISA 2025 wurden die Schweizer Sprachregionen mit für ihre jeweilige Population repräsentativen Stichproben berücksichtigt. Es wurden Schulen aus fast allen Schweizer Kantonen gezogen.

Schweizweit befinden sich 66 Prozent der PISA 2025 Stichprobe auf Sekundarstufe I und 34 Prozent wurden in einer Bildungsinstitution auf Sekundarstufe II unterrichtet.

Kantonales Oversampling: Kanton Tessin, Kanton Basel-Landschaft

Literatur:

Erzinger, A. B., Pham, G., Denecker, C., & Salvisberg, M. (Hrsg.). (2026). PISA 2025. Die Schweiz im Fokus. Universität Bern. https://doi.org/10.48620/99606

Schweizer Stichprobe bei PISA 2022 (Erzinger et al., 2023):

6’829 15-jährige Schülerinnen und Schüler

260 Schulen

Bei PISA 2022 wurden die Schweizer Sprachregionen mit für ihre jeweilige Population repräsentativen abbildenden Stichproben berücksichtigt. Es wurden Schulen aus fast allen Schweizer Kantonen gezogen (Ausnahme bei PISA 2022: Kanton Nidwalden).

Schweizweit befinden sich 58.8 Prozent der PISA 2022 Stichprobe auf Sekundarstufe I und 41.2 Prozent wurden in einer Bildungsinstitution auf Sekundarstufe II unterrichtet.

Kantonales Oversampling: Kanton Tessin

Literatur:

Erzinger, A. B., Pham, G., Prosperi, O., & Salvisberg, M. (Hrsg.). (2023). PISA 2022. Die Schweiz im Fokus. Universität Bern. https://doi.org/10.48350/187037

PISA CH