Allgemeine Informationen

Die internationale Schulleistungsstudie PISA (Programme for International Student Assessment) wird seit dem Jahr 2000 im Auftrag der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) durchgeführt. Die Schweiz beteiligte sich bereits von Anfang an regelmässig an PISA.

PISA untersucht, inwieweit Jugendliche über Kompetenzen verfügen, die es ihnen ermöglichen, den schulischen und beruflichen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Diese Kompetenzen werden nicht ausschliesslich in der Schule erworben, sondern entwickeln sich auch in anderen Kontexten, wie beispielsweise in der Familie oder in der Freizeitgestaltung mit Gleichaltrigen. Da sich sowohl die Anforderungen in Schule und Beruf als auch die gesellschaftliche Teilhabe im Laufe der Zeit wandeln, passt PISA die untersuchten Kompetenzbereiche (Domänen) regelmässig an diese Veränderungen an. Auf der Grundlage dieser wissenschaftlichen, fachspezifischen Rahmenkonzeptionen werden die entsprechenden Leistungstests entwickelt.

Eine weitere konzeptionelle Weiterentwicklung betrifft die mehrdimensionale Betrachtung des Lernens: PISA 2025 versteht Lernen als dynamischen Prozess, der von kognitiven, emotionalen, sozialen und physischen Dimensionen geprägt ist und in ständiger Wechselwirkung mit der Lernumgebung steht. Kompetente Lernende werden dabei nicht allein über ihre Leistung definiert, sondern über das Zusammenspiel von Kompetenzen und Engagement, zu dem Merkmale wie Neugierde, Beharrlichkeit und Selbstregulation zählen (OECD, 2026b).

Domänen nach Erhebungsjahr

Für PISA 2025 gelten technische Standards zu Daten, Durchführung und Einbindung der teilnehmenden Länder, welche im technischen Bericht der OECD festgehalten sind (OECD 2026a).

Die Schweiz hat sich bei PISA 2025 an folgenden Domänen beteiligt:

Hauptdomäne: Naturwissenschaften (theoretische Rahmenkonzeption für PISA 2025 neu entwickelt (Erzinger et al., 2026; OECD, 2026b)

Nebendomänen: Lesen (theoretische Rahmenkonzeption von PISA 2018 übernommen: Konsortium PISA.ch, 2019; OECD, 2019) und Mathematik (theoretische Rahmenkonzeption von PISA 2022 übernommen (Erzinger et al., 2023; OECD, 2023)

Innovative Domäne: Lernen in der digitalen Welt (theoretische Rahmenkonzeption für PISA 2025 neu entwickelt: Erzinger et al., 2026; OECD, 2026b)

An weiteren im Rahmen von PISA 2025 international angebotenen, optionalen Domänen (English as a Foreign Language) hat die Schweiz nicht teilgenommen.

Literatur:

Erzinger, A. B., Pham, G., Prosperi, O., & Salvisberg, M. (Hrsg.). (2023). PISA 2022. Die Schweiz im Fokus. Universität Bern. https://doi.org/10.48350/187037

Erzinger, A. B., Pham, G., Denecker, C., & Salvisberg, M. (Hrsg.). (2026). PISA 2025. Die Schweiz im Fokus. Universität Bern. https://doi.org/10.48620/99606

Konsortium PISA.ch. (2019). PISA 2018: Schülerinnen und Schüler der Schweiz im internationalen Vergleich. Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), Konsortium PISA.ch. https://edudoc.ch/record/207401

OECD. (2019). PISA 2018 Assessment and Analytical Framework. OECD Publishing. https://doi.org/10.1787/b25efab8-en

OECD. (2023). PISA 2022 Assessment and Analytical Framework. OECD Publishing. https://doi.org/10.1787/dfe0bf9c-en

OECD. (2026a, in Druck). PISA 2025 Technical Report. OECD Publishing. OECD. (2026b). PISA 2025 Assessment and Analytical Framework. OECD Publishing. https://doi.org/10.1787/86c36975-en

Für PISA 2022 gelten technische Standards zu Daten, Durchführung und Einbindung der teilnehmenden Länder, welche im technischen Bericht der OECD festgehalten sind (OECD 2024).

Die Schweiz hat sich bei PISA 2022 an folgenden Domänen beteiligt:

Hauptdomäne: Mathematik (theoretische Rahmenkonzeption für PISA 2022 neu entwickelt (Erzinger et al., 2023; OECD, 2023)

Nebendomänen: Lesen (theoretische Rahmenkonzeption von PISA 2018 übernommen: Konsortium PISA.ch, 2019; OECD, 2019) und Naturwissenschaften (theoretische Rahmenkonzeption von PISA 2015 übernommen: Konsortium PISA.ch, 2018; OECD, 2017)

An weiteren im Rahmen von PISA 2022 international angebotenen, innovativen und optionalen Domänen (Financial Literacy, Creative Thinking) hat die Schweiz nicht teilgenommen.

Literatur:

Erzinger, A. B., Pham, G., Prosperi, O., & Salvisberg, M. (Hrsg.). (2023). PISA 2022. Die Schweiz im Fokus. Universität Bern. https://doi.org/10.48350/187037

Konsortium PISA.ch. (2018). PISA 2015: Schülerinnen und Schüler der Schweiz im internationalen Vergleich. Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), Konsortium PISA.ch.

Konsortium PISA.ch. (2019). PISA 2018: Schülerinnen und Schüler der Schweiz im internationalen Vergleich. Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), Konsortium PISA.ch. https://edudoc.ch/record/207401

OECD. (2017). PISA 2015 Assessment and Analytical Framework: Science, Reading, Mathematic, Financial Literacy and Collaborative Problem Solving, revised edition. OECD Publishing. http://dx.doi.org/10.1787/9789264281820-en

OECD. (2019). PISA 2018 Assessment and Analytical Framework. OECD Publishing. https://doi.org/10.1787/b25efab8-en   

OECD. (2023). PISA 2022 Assessment and Analytical Framework. OECD Publishing. https://doi.org/10.1787/dfe0bf9c-en

OECD. (2024). PISA 2022 Technical Report. OECD Publishing. https://doi.org/10.1787/01820d6d-en

PISA CH